In Österreich bei der Auswahl der richtigen Mitarbeiter stellt sich oft die Frage: Was brauchen wir eher?
– Einen qualifizierten Kollegen mit zahlreichen Qualifikationen und Zertifikaten, der vielleicht mehrere Sprachen spricht, oder
– Ein Teammitglied, das zwar keine herausragende Berufserfahrung vorweisen kann, aber über ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten verfügt und die ihm übertragenen Aufgaben schnell, zuverlässig und präzise erledigt?
Die Antwort darauf finden Sie in diesem Artikel.
Die wichtigsten Ergebnisse
- Unterschied der Kompetenzen: Hard Skills sind messbare fachliche Kenntnisse, während Soft Skills persönliche und kommunikative Fähigkeiten beschreiben, die die Arbeitsweise beeinflussen.
- Bedeutung am Arbeitsmarkt: Soft Skills gewinnen an Bedeutung, da Fachwissen erlernbar ist, persönliche Kompetenzen jedoch den langfristigen Erfolg bestimmen.
- Dynamisches Arbeitsumfeld: In einer sich schnell verändernden Arbeitswelt sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Lernbereitschaft entscheidend.
- Erkennung von Soft Skills: Soft Skills zeigen sich vor allem in situativen Aufgaben, Interviews und im persönlichen Austausch, nicht im Lebenslauf.
- Zusammenfassung: Hard Skills unterstützen die Personalauswahl, Soft Skills sichern nachhaltige Zusammenarbeit und Zukunftspotenzial.
Was bedeuten die Begriffe „Soft Skills“ und „Hard Skills“?
Soft Skills sind bei einem Arbeitnehmer persönliche, soziale und kommunikative Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Empathie, Problemlösungsfähigkeit oder Zeitmanagement, die das Verhalten und die Zusammenarbeit mit anderen beeinflussen. Sie beschreiben, wie jemand arbeitet und mit Situationen und Menschen umgeht.
Soft Skills Beispiele:
- Teamfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
- Problemlösungsfähigkeit
Hard Skills hingegen sind fachliche, messbare Kompetenzen und Kenntnisse, wie zum Beispiel berufsspezifisches Wissen, technische Fähigkeiten, Sprachkenntnisse oder der Umgang mit bestimmten Programmen.
Hard Skills Beispiele:
- Programmierkenntnisse
- Fremdsprachenkenntnisse
- Fachliche Qualifikationen
Warum sind Soft Skills für einen Mitarbeiter wichtiger?
Heutzutage legen die meisten österreichischen Unternehmen viel mehr Wert auf die Soft Skills ihrer Mitarbeiter. Warum? Individuelle Arbeitsprozesse und berufliche Phasen lassen sich leicht vermitteln und erlernen, doch wie Kollegen effektiv und schnell miteinander kommunizieren und sich gegenseitig im Arbeitsalltag unterstützen können, kann nicht erlernt werden, sondern ist eher eine Begabung. Technologie und Prozesse ändern sich heutzutage schnell, daher sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Empathie, Lernbereitschaft und gute Kommunikationsfähigkeiten umso wichtiger.
Wie können wir Soft Skills erkennen?
Während Hard Skills leicht aus einem Lebenslauf herausgefiltert werden können, sind Soft Skills viel schwieriger zu ermitteln.
Beispiel: Wenn Sie an einem Arbeitstag sehr viele Aufgaben haben, die wahrscheinlich nicht in Ihre Arbeitszeit passen, in welcher Reihenfolge würden Sie diese zu Beginn des Tages angehen?
Wenn der Einstellungsprozess transparent und für alle bekannt ist, kann dies Ihnen dabei helfen, die für Sie am besten geeigneten Kandidaten auszuwählen. Wenn wir bereits in der Stellenanzeige offen und klar die erwarteten Soft Skills kommunizieren, können die Bewerber realistisch einschätzen, ob sie in das Team passen. Langfristig kann dies auch die Fluktuation nach der Einstellung verringern.
Fazit: Soft Skills als Schlüsselkompetenzen der Zukunft
Hard Skills helfen bei der Auswahl von Bewerbern, während Soft Skills dafür sorgen, dass die Mitarbeiter langfristig erfolgreich für den gemeinsamen Erfolg arbeiten.
In der dynamischen modernen österreichischen Arbeitswelt gewinnen Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Teamkompetenz zunehmend an Bedeutung. Unternehmen, die diese Kompetenzen gezielt und systematisch in den Recruitingprozess einbinden, schaffen eine nachhaltige Grundlage für langfristigen Erfolg.
Der Einsatz von Technologie, klaren Bewertungskriterien und strukturierten Verfahren ist sinnvoll, dennoch zeigen sich Soft Skills am deutlichsten im persönlichen Austausch. Wer Bewerbende ganzheitlich beurteilt und nicht ausschließlich auf Abschlüsse, Zeugnisse und Hard Skills fokussiert, erkennt echtes Zukunftspotenzial.


